“Schneebälle” sind kleine Kugeln aus Ananas, Kokosnuss, Eierlikör, Tortenboden und Sahne. Ich wollte sie eigentlich schon längst mal gemacht haben, und jetzt endlich habe ich es geschafft. Das Rezept hatte ich ja schon vor einiger Zeit mal im Internet gefunden. Überaschenderweise reichte es für 80 Stück, was dann doch etwas zu viel für mich ist. Selbst nachdem ich jeden der gerade in der Nähe war abgefüllt hatte blieben noch welche übrig. Ich habe die Mengenangaben daher halbiert, das sollte immer noch gut reichen.
Die Kugeln sind unheimlich leicht und cremig geworden, was es aber erschwerte sie zu Kugeln zu formen. Man muss sie schon recht vorsichtig anfassen, sonst zerdrückt man sie gleich. Insofern empfiehlt es sich wohl etwas weniger Sahne/Eierlikör zu verwenden, oder einen anderen Stabilisator hinzuzufügen (irgendwelche Ideen?). Auch könnten meiner Ansicht nach ruhig noch etwas Zucker und Zitrone dazu, um den Geschmack etwas anzukurbeln. Ansonsten sind sie aber recht lecker.
Zutaten für ca. 40 Schneebälle
- einen hellen Wiener Tortenboden
- 1 Becher Sahne
- 60 ml Eierlikör
- 1/2 Dose Ananasstücke
- 1/2 Tüte Kokosflocken (sind glaube ich 100g)
Zubereitung
Als allererstes sollte man die Ananasstücke ganz klein schneiden. Ich habe sie in erbsengroße Stückchen zerlegt, aber das ist glaube ich zu klein gewesen, denn der Ananasgeschmack kam nicht mehr richtig durch. Jedenfalls sollten die Stückchen dann ersteinmal gut abtropfen.
Nun nehmen wir uns den Tortenboden vor; er wird einfach zerbröselt bis man nur noch “Mehl” vor sich hat. Ich weiss nicht woraus dieser Wiener Boden gemacht ist, aber es geht ganz leicht und recht schnell. Die Ananas legt man jetzt am besten noch auf ein Stück Küchenpapier und saugt damit die letzte Feuchtigkeit heraus. Nun noch schnell die Sahne schlagen. Jetzt wird alles (bis auf die Kokosflocken) in einer Schüssel miteinander vermengt. Das geht am besten mit den Händen.
Aus dieser Masse werden kleine Kugeln geformt, die zum Schluß noch in den Kokosflocken gewälzt werden bis sie ganz umhüllt sind. Und dann ab damit in den Kühlschrank.
Noch ein Wort zu den Kokosflocken: Ich habe mir die fertigen Flocken aus dem Supermarkt schon lange abgewöhnt und raspele sie lieber selber, einfach weil frische Flocken sehr viel besser schmecken. Ist zwar ein wenig umständlich, aber nicht weiter schwer:
1) Kokosnuss in eine Plastiktüte stecken und mit einem Vorschlaghammer draufhauen
2) die restliche Holz-Hülle von den Stücken entfernen, sie waschen, und gegebenenfalls noch die braune Oberfläche mit einem Sparschäler entfernen
3) die Kokos-Stücke raspeln
Dauert vielleicht so 20 Minuten, aber wer das einmal probiert hat, weiss das es sich lohnt. Die frischen Flocken sind noch richtig saftig und Kokosnussig, überhaupt kein Vergleich zu den trockenen Dingern aus der Tüte.
Was ich dabei gelernt habe
- Kokosnüsse halten nicht unendlich lange. Irgendwann werden sie schlecht, auch wenn man das von außen nicht sieht
- Sahne sollte man unbedingt im Kühlschrank aufbewahren, ansonsten hat man ziemlich schnell Butter

